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Feuerwehr Hedelfingen: Kommando im Amt bestätigt
Schutz und Sicherheit durch das Ehrenamt
HEDELFINGEN. Hans Eisele bleibt weitere fünf Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hedelfingen. Dies ist das einstimmige Ergebnis der turnusgemäßen Wahlen im Rahmen der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehrabteilung. Eisele geht in seine fünfte Amtsperiode und führt die Wehr nunmehr schon seit fast 20 Jahren. Ebenfalls mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden Eiseles Stellvertreter Ulrich Baisch und Detlef Wagner.
Eisele zog in seinem Rechenschaftsbericht vor zahlreichen Gästen aus der Politik - unter ihnen die Stadträte Prof. Dorit Loos und Ergun Can sowie mehrere Bezirksbeiräte - eine positive Bilanz des Jahres 2010. „Mit 60 Einsätzen im Jahr gehören wir zu den einsatzstärksten Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in Stuttgart“, stellte Eisele fest. Der tragischste Einsatz war 2010 dabei eine Alarmierung zu einem Wohnungsbrand in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai, bei welcher für den Bewohner jede Hilfe zu spät kam. Meist gehe jedoch alles glimpflich ab. „Die Hedelfinger Feuerwehrleute tragen mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz und dem schnellen Eingreifen im Bedarfsfall wesentlich zur Sicherheit der Bürger bei“, so der Kommandant. „Meist kann in Brandfällen oder sonstigen Notlagen das Schlimmste verhindert werden.“
Insgesamt leisteten die Hedelfinger Wehrleute bei Einsätzen, Übungen und Arbeitsdiensten rund 3.500 Stunden Dienst am Bürger, was rund 440 ehrenamtlichen Arbeitstagen entspricht.
Hinsichtlich der Mitgliederstärke gehört die Hedelfinger Abteilung mit 60 Aktiven zur Spitzengruppe in Stuttgart. „Die Jugendarbeit der letzten Jahre trägt erfreuliche Früchte“, machte Eisele deutlich. „Dennoch dürfen wir in unseren Anstrengungen der Mitgliederwerbung in Zukunft nicht nachlassen, denn in den nächsten Jahren werden einige Kameraden altersbedingt aus dem aktiven Dienst ausscheiden.“ Das Werben um Freiwillige, die bei der Feuerwehr mitmachen möchten, gehe folglich weiter. Interessenten könnten sich jederzeit an die Abteilungsführung oder jeden ihnen persönlich bekannten Feuerwehrmann oder jede Feuerwehrfrau wenden. Von letzteren gebe es derzeit immerhin schon vier in den Reihen der Hedelfinger Feuerwehr.
Im Übrigen bleiben die strukturelle Weiterentwicklung und die personellen Weichenstellungen für die Zukunft ein wichtiges Thema innerhalb der Wehr. Neuer Chef der Jugendfeuerwehr ist Stefan Beuß, der vom Abteilungsausschuss zum Jahresbeginn in diese Position berufen wurde. Nachdem der bisherige Jugendleiter Thorsten Frech sein Amt aus familiären Gründen nicht mehr fortführen konnte, ernannte ihn die Abteilung in Anerkennung seiner großen Verdienste in den letzten 13 Jahren zum „Ehrenjugendfeuerwehrwart“.
Auch der Abteilungsausschuss selbst wurde bei der Hauptversammlung neu gewählt. Neben dem Kommando gehören diesem als Beisitzer erneut Carsten Beuß, Stefan Beuß, Thorsten Frech und Steffen Semler an. Etwaige Nachrücker sind Tobias Dees, Florian Döring und Melanie Frech. Mit den Nachrückern drängt eine junge Generation von Feuerwehrleuten in die Verantwortung, erstmals auch eine Frau. Diese und andere engagierte Nachwuchskräfte zu fördern und perspektivisch an verantwortungsvolle Aufgaben in der Abteilung weiter heranzuführen, wird eine wichtige Arbeit der aktuellen Wahlperiode sein, denn bereits jetzt ist absehbar, dass es altersbedingt ab dem Jahr 2016 einige personelle Änderungen in der Führungsriege geben wird.
Zufrieden zeigte sich Eisele mit der guten Zusammenarbeit mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr. Auch die neue Einsatzkleidung sorge für Freude. Positiv hob er die Arbeit der Ausbildungsabteilung der Branddirektion hervor; 22 Feuerwehrangehörige aus Hedelfingen konnten im vergangenen Jahr diverse Lehrgänge besuchen und so den hohen Ausbildungsstand der Abteilung festigen.
Zahlreiche sonstige Veranstaltungen und Ereignisse begleiteten das Jahr 2010 - darunter die Hedelfinger Kirbe samt Kelterfest, das Spätzles-Fescht, der verkaufsoffene Sonntag samt Konzert in der Sporthalle der Steinenbergschule und die Teilnahme an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Kameradschaftlicher Höhepunkt war ein Viertagesausflug in den Frankenwald nach Bayern, organisiert von Karl-Heinz Pfeiffer.
Ein besonderer Dank von Stadt, Land und Wehr ging an Wolfgang Gohl und Jürgen Preusner, die für ihren 40-jährigen beziehungsweise 25-jährigen aktiven Feuerwehrdienst geehrt wurden. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes und Leiter der Branddirektion Stuttgart, Dr. Frank Knödler, führte die Ehrungen persönlich durch. Zudem konnte Kommandant Eisele erneut einige Feuerwehrleute befördern.
An die Politik gerichtet wies der Vorsitzende des Feuerwehrstadtverbands Klaus Dalferth in seinen Ausführungen auf die negativen Auswirkungen des Sparzwangs der Landeshauptstadt hin. 2010 habe diese klar aufgezeigt. Weniger Geld für Feuerwehrpersonal und –ausrüstung bedeuteten mittel- und langfristig zwangsläufig ein Weniger an Sicherheit für Einwohner und Unternehmen. Hinsichtlich des Feuerwehrbedarfsplanes müsse dem Stadtrat deutlich aufgezeigt werden, welche Mittel für die Sicherheit der Bürger notwendig seien.
Abschließend sprach Bezirksvorsteher Hans Peter Seiler den Feuerwehrleuten seine Anerkennung für die Arbeit im Stadtbezirk aus und dankte ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Ebenso dankte er für die jährlichen Spenden aus dem Erlös des Glühweinverkaufs beim Weihnachtsliedersingen am 3. Advent. Hiermit werden unter anderen örtliche Kindergärten unterstützt.
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Kommandant Hans Eisele (2.v.l.) freute über seine Wiederwahl. Weiter im Bild sind die Stellvertretenden Kommandanten Ulrich Baisch (l.) und Detlef Wagner (2. v. r.) sowie Landesfeuerwehrpräsident Dr. Frank Knödler, der die Wahl des Kommandos leitete.
Redaktion Carsten Beuß Pressewart
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